Ratgeber

Fett im Abfluss vermeiden – so schützen Sie Ihre Leitungen

Warum Fett Rohre verstopft und wie Sie das in Küche und Gastronomie verhindern.

Fett gehört nicht in den Abfluss, weil es beim Abkühlen erstarrt und sich als zähe Schicht an den Rohrwänden absetzt – dort bindet es weitere Speisereste und führt mit der Zeit zu Verstopfungen und Geruch. Der wirksamste Schutz ist einfach: Speisefette und Öle abkühlen lassen, aufsaugen oder sammeln und im Haushalt über den Kehricht, in grösseren Mengen über die Sammelstelle entsorgen. In der Gastronomie ist zusätzlich ein Fettabscheider erforderlich, der Fette aus dem Abwasser trennt, bevor sie ins Kanalnetz gelangen – vorausgesetzt, er wird regelmässig geleert und gewartet.

Warum Fett im Abfluss so problematisch ist

Flüssiges Fett wirkt harmlos, doch beim Abkühlen wird es fest. In den Leitungen legt es sich als klebrige Schicht an und verengt den Querschnitt Schicht für Schicht.

An dieser Schicht bleiben Speisereste, Kaffeesatz und andere Feststoffe hängen. So entsteht mit der Zeit ein harter Pfropfen, der den Abfluss blockiert und unangenehmen Geruch verursacht.

Fett richtig entsorgen – im Haushalt

Mit wenigen Gewohnheiten halten Sie Fett zuverlässig aus dem Abfluss fern. Das schützt die Leitungen und spart teure Entstopfungen.

  • Bratfett und Öl abkühlen lassen und in einem verschliessbaren Gefäss sammeln.
  • Kleine Mengen mit Küchenpapier aufnehmen und über den Kehricht entsorgen.
  • Grössere Mengen Speiseöl bei der Sammelstelle abgeben, nicht ins Lavabo giessen.
  • Pfannen und Teller vor dem Abwasch grob von Fett befreien.
  • Ein Sieb im Abfluss hält Speisereste zurück.

Fettabscheider in der Gastronomie

In Restaurants, Kantinen und Grossküchen fällt so viel Fett an, dass Haushaltsmassnahmen nicht ausreichen. Hier trennt ein Fettabscheider die Fette aus dem Abwasser, bevor sie in die Kanalisation gelangen.

Ein Fettabscheider funktioniert aber nur, wenn er fachgerecht dimensioniert, regelmässig geleert und gereinigt wird. Wird der Unterhalt vernachlässigt, verliert er seine Wirkung und es drohen Geruch, Verstopfungen und Beanstandungen.

  • Fettabscheider passend zur Betriebsgrösse und Fettmenge auslegen.
  • Regelmässige Entleerung und Reinigung nach Anfall und Vorgaben einplanen.
  • Zusätzlich die angeschlossenen Leitungen periodisch reinigen lassen.
  • Wartung dokumentieren, um Funktion und Sorgfalt belegen zu können.

Wenn der Abfluss trotzdem verstopft

Haben sich bereits Fettablagerungen gebildet, lösen Hausmittel das Problem oft nicht mehr. Eine professionelle Hochdruckspülung entfernt die Verkrustungen gründlich und stellt den vollen Querschnitt wieder her.

Bei wiederkehrenden Fettverstopfungen lohnt sich eine Kamerainspektion, um das Ausmass zu beurteilen und einen sinnvollen Reinigungsrhythmus festzulegen. Eine Ersteinschätzung erhalten Sie über die 24h-Gratis-Hotline.

Häufige Fragen

Kann ich Fett mit heissem Wasser einfach wegspülen?

Nur scheinbar. Das Fett fliesst zunächst mit, erstarrt aber weiter hinten in der kälteren Leitung und lagert sich dort ab. Besser ist es, Fett gar nicht erst in den Abfluss zu geben.

Braucht jeder Gastrobetrieb einen Fettabscheider?

Betriebe mit relevantem Fettanfall in der Küche benötigen in der Regel einen Fettabscheider, damit Fette nicht ins Kanalnetz gelangen. Entscheidend ist zudem die regelmässige Wartung, sonst verliert er seine Wirkung.

Wie oft muss ein Fettabscheider geleert werden?

Das richtet sich nach Grösse und Fettanfall des Betriebs. Bei hohem Aufkommen sind kurze Intervalle nötig. Ein fester Wartungsplan mit Dokumentation stellt die Funktion sicher.

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